Die K-Problematik
Eine schlichte Antwort auf eine dumme Frage
Es ist also wieder an der Zeit. Ade Sommerpause, hallo Landesliga-Rückrunde. Ade sommerliche Ruhe, hallo Fireproof. Die Flames-Kolumne ist wieder da und nimmt sich heute einem Thema an, das immer noch in aller Munde ist: Wer wird denn nun in Zukunft Kapitän unserer geliebten deutschen Fußballnationalmannschaft? Ballack oder Lahm? Lahm oder Ballack? In der vergangenen Woche ging es wieder rund. Bayer-Chef Wolfgang Holzhäuser ist logischerweise für den Michael und auch Kaiser Franz ist auf der Seite des entthronten Neu-Leverkuseners. Bayern-Vorstand Karl-Heinz Rummenigge komischerweise nicht. Und Oliver Bierhoff … eine dramatische und emotionale Geschichte. Von den Medien gepuscht? Ja, natürlich. Von der Öffentlichkeit gewollt? Ja, sicherlich auch ein bisschen. Aber letztlich initiiert von zwei Fußballern, die anscheinend nicht mehr ohne können. Die Welt dreht sich nicht mehr um die Sonne, sondern um die Binde. Und unsereins schüttelt den Kopf. Was war gleich noch mal so wichtig an dem Amt? Richtig, als Kapitän hat man … nein. Als Kapitän ist man … auch nicht. Muss der Kapitän einer Nationalauswahl Steuern zahlen? Kriegt der den Strom gratis? 50 Prozent Rabatt bei Dolce&Gabbana?
Also was genau ist an dem Amt des Kapitäns der deutschen Fußballnationalmannschaft denn nun so wichtig? Wo sind die großen Vorteile? Als Kapitän lässt sich in einem Werbespot das neue teure Handy natürlich viel besser verkaufen. Wer kauft denn schon von einem Nationalspieler, wenn er von einem Nationalmannschaftskapitän kaufen kann? Auch klare Vorteile hat der Kapitän bei Auswärtsspielen während der EM-Qualifikation. Von den drei Stühlen, die es in der Kabine der Gastmannschaft beim Spiel auf den Färöer Inseln gibt, bekommt einen der Jogi, einen der Hansi und einen der Kapitän. Nächstes klares Plus: Der Kapitän muss natürlich am Flughafen nicht durch den blöden Körperscanner, sondern kann während der Personenkontrolle seines Teams ganz entspannt in der Business-Lounge sitzen. Da wird es einem also schnell klar. Es gibt nicht viel, das besser ist, als Kapitän der Bundes-Adler zu sein. Vielleicht Papst oder US-Präsident. Keine Frage, dass es da Streit gibt, wenn es kein stichfestes Verfahren gibt, nach dem der Kapitän bestimmt wird. Der Bundestrainer entscheidet … na ja. In anderen Sportarten geht das einfacher vonstatten. Zum Beispiel in der NBA. Dort wird einfach derjenige Spielführer, der die größte Kanone mit zum Training bringt.
Zum Glück haben unsere Sorgen nun aber auch bald ein Ende. Denn Fireproof präsentiert hier und jetzt exklusiv die ultimative Lösung, um die Diskussion um das Amt des Nationalmannschaftskapitäns endgültig zu beenden. Die finale Lösung, lieber Herr Löw, heißt "Ballack VS Lahm – Die Show". In einer Gemeinschaftsproduktion der Sender RTL, ProSieben und 9Live treten die beiden Kontrahenten Michael Ballack und Phillip Lahm in 31 waghalsigen Spielen gegeneinander an. Ziel ist es, möglichst viele Punkte zu sammeln. Denn genau so viele Tage, wie der Gegner Punkte gesammelt hat, müssen die beiden Fußballstars anschließend im Dschungel verbringen. Dort erwarten die beiden Sportler ekelhafte Mutproben, bösartige Raubtiere und nervige D-Prominente. Zuletzt entscheiden dann die Zuschauer via ePostbrief-Voting, wer von den beiden der größere Idiot ist, und schließlich wird Bastian Schweinsteiger dann Kapitän. Das ist mal eine Lösung. Bitte, Herr Löw, gern geschehen.
Übrigens wird auch an anderer Stelle schon über derartige Verfahren nachgedacht, um wichtige Entscheidungen zu vereinfachen. So haben sich unsere Flames ebenfalls schon ein neues Konzept überlegt, um in der kommenden Saison ihren Kapitän zu bestimmen. Ich sage nur: Challenges, Wettknobeln, Zuschauer-Votings.
Entschiedene Grüße,
Euer Alex
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