Abkühlung
Die Anti-Hitze-Kolumne
Wahnsinn, Wahnsinn, Wahnsinn. In diesen Tagen wird nicht nur Public Viewing zum Volkssport, sondern auch massives Dauer-Schwitzen. Was für eine Hitze, was für ein heißes Wochenende. Als nutzerfreundliche Kolumne kann ich es mir da ja nicht nehmen lassen, für etwas Abkühlung zu sorgen. Daher jetzt ein bisschen "Wortkühlung". Lest und genießt: EIS, EISbecher, EISblume, EIScafé, EISblock, EISenach, EISenbahn, EISenverarbeitung, FernrEISen, BegEISterung, HausmEISter und – mein persönlicher Favorit – EISschnee. Und, fühlt Ihr Euch schon ein bisschen abgekühlt? Sonst ist das auch kein Problem. Konzentriert Euch einfach auf die Wörter. Hier kommt Runde zwei: EISberg, EIScreme, EISkunstlauf, EISdecke, EISbein, EISenhüttenstadt, EISenbahngesellschaft, PrEIS, SchnEISe, PolizEISchule, UmkrEIS und natürlich EIShockey. Allerspätestens jetzt müsste sich aber doch die Mehrheit von Euch ein wenig erfrischt fühlen.
Eine andere Möglichkeit, sich Kühlung zu verschaffen, wäre ein kleiner Ausflug in nördlichere Gefilde. Zum Beispiel ein Kurztrip in die sibirische Tundra oder in Richtung Grönland. Es reicht vielleicht ja sogar schon der Sprung über die Ostsee nach Schweden. Dort haben sich ganz Temperatur unabhängig in der vergangenen Woche 16 Inlinehockey-Mannschaften zu einem kleinen Turnier getroffen. Die Inlinehockey Weltmeisterschaft in Karlstad. Und jubeln durften gestern zum Abschluss die US Amerikaner. Es gab Gold im Finale gegen Tschechien. Platz drei belegten die Gastgeber. Und wenn wir nach Deutschland suchen, dann müssen wir runterschauen bis auf Platz Nummer sieben, was aber auch noch immer irgendwie passabel klingt. In diesen Tagen ist sowieso nur eines wirklich entscheidend. Abkühlung! Deshalb machen wir am besten gleich mal weiter: EISwaffel, EISmaschine, EISmann …
EISkalte Grüße,
Euer Alex
WM-Notiz
Die Engländer haben es in ihrem Vorrundenspiel gegen Slowenien regelrecht zelebriert. Und auch die Holländer haben es am Ende ihres Viertelfinals gegen Brasilien versucht. Es ist der neue Albtraum-Trend in den WM-Stadien. Wenn ich in der 85. Minute in Führung liege, dann ackere ich nicht etwa weiter, sondern nehme mir lieber den Ball, laufe zur gegnerischen Grundlinie und halte mit meinem Hinterteil den Gegenspieler in Schach. Ballhalten an der Eckfahne. Wir Zuschauer dulden ja viel. Wir tolerieren schon Torhüter, die für ihren Abstoß zehn Minuten brauchen. Wir akzeptieren Zähne knirschend schlecht geschauspielerte Wadenkrämpfe. Und wir sind auch noch geduldig, wenn der Trainer in der Nachspielzeit zum dritten Mal sinnlos irgendwen auswechselt. Aber jetzt ist Schluss. Dieses Ball-Theater an der Eckfahne ist die reinste Beleidigung für jedes Paar Augen, das zuguckt. Also spielt gefälligst Fußball! Und zwar BIS ZUM SCHLUSS!
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